Johannes de Cube

 
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- 1503


Über die Lebensdaten  von Johannes de Cube (auch Johann Wonnecke aus Kaub) ist relativ wenig bekannt. Bevor Johannes de Cube 1484 Stadtarzt in Frankfurt a.M. wird, ist er als Leibarzt u.a. bei Adolf III. von Nassau und Graf Eberhard III. von Eppstein beschäftigt. 1503 erhält Johannes de Cube das Bürgerrecht der Stadt Frankfurt. Das größte Verdienst Johannes de Cubes ist das erste umfassenden Arzneibuchs in deutscher Sprache, das zwar nach neuesten Forschungen nicht von Cube allein geschrieben, sondern nach deutschen Fachschriften des 12. bis 14. Jhs. kompiliert und von Cube zusammengestellt wurde. Das Gart der Gesundheit (Mainz, Peter Schöffler 1485) enthält neben über 400 halbalphabetisch nach dem lateinischen Drogennamen geordneten Kapiteln unzählige Abbildungen. Das Besondere an diesen Abbildungen, die in der Mehrzahl von dem Maler und Graphiker Erhard Reuwich stammen,  ist ihre naturgetreue Widergabe. Mit großenm handwerklichen Geschick stellt Reuwich die Pflanzen frei nach der Natur dar, scheut weder Blattüberschneidungen, noch Drehungen und Wendungen der Blätter und Blüten, noch Krümmungen der Stiele und Wurzeln. Auch die Schraffur ist nicht mehr schematisch, sondern zu einer subtilen Binnenzeichnung geworden – eine in der Geschichte des Holzschnitts zu diesem Zeitpunkt bedeutende Neuerung, welche die Übermalung unnötig machen sollte. Diese Art der Darstellung bedeutete einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der botanischen Illustration. Das Buch, das wegen seiner Rezepte und Heilwirkungsbeschreibungen ein wahres Volksbuch wurde,  löste eine Flut an Nachdrucken, Bearbeitungen und Übersetzungen aus.